Prostatakrebs: Diagnostik und Begleitung in Wiesbaden
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Früherkennung verbessert die Behandlungschancen erheblich. Wir übernehmen Diagnostik, Therapiekoordination und engmaschige Nachsorge.
- Umfassende Diagnostik mit PSA-Test, Ultraschall und klinischer Untersuchung
- Individuelle Beratung und Koordination weiterführender Behandlungen
- Strukturierte Nachsorge und langfristige urologische Begleitung

Privatpraxis
Dr. med. Feroz Afghanyar
Bewertung
4.9/5 · 127
Prostatakrebs / Prostatakarzinom in der Urologie am Kurhaus Wiesbaden
MRT-Fusionsbiopsie
Präzise Gewebeentnahme mit modernster Bildgebung.
PSA-Monitoring
Verlaufskontrolle für rechtzeitige Intervention.
Active Surveillance
Engmaschige Überwachung als Alternative zur sofortigen Therapie.
Individuelle Beratung
Gemeinsam die beste Therapieoption für Sie finden.
Was ist Prostatakrebs?
Das Prostatakarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung der Vorsteherdrüse. Es wächst oft langsam und verursacht lange keine Beschwerden – deshalb ist regelmäßige Vorsorge entscheidend. Bei früher Diagnose bestehen sehr gute Heilungschancen.
- Häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland
- Im Frühstadium meist ohne Beschwerden
- Früherkennung durch regelmäßige Vorsorge entscheidend
- Risiko steigt mit Alter und familiärer Vorbelastung
Risikofaktoren für Prostatakrebs
Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an. Familiäre Vorbelastung (Vater, Bruder) sowie Bewegungsmangel und Übergewicht erhöhen das Risiko zusätzlich.
- Alter: Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr
- Familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko erheblich
- Lebensstil: Bewegungsmangel und Übergewicht
- Ethnische Faktoren beeinflussen die Häufigkeit
Diagnostik in unserer Praxis
Wir führen PSA-Bluttest, digitale rektale Untersuchung (DRE) und transrektalen Ultraschall (TRUS) durch. Bei auffälligen Befunden erfolgt die zeitnahe Überweisung an spezialisierte Zentren.
- PSA-Test: Prostataspezifisches Antigen im Blut
- DRE: Digitale rektale Tastuntersuchung
- TRUS: Transrektaler Ultraschall der Prostata
- Überweisung für MRT und Biopsie bei Bedarf
Behandlungsmöglichkeiten und Nachsorge
Die Therapie richtet sich nach Stadium, Aggressivität, Alter und Gesundheitszustand. Wir beraten Sie umfassend und koordinieren die Zusammenarbeit mit Spezialisten und Kliniken.
- Active Surveillance bei wenig aggressiven Tumoren
- Radikale Prostatektomie oder Strahlentherapie
- Hormontherapie und medikamentöse Behandlungen
- Strukturierte Nachsorge mit PSA-Verlaufskontrollen
Ablauf Ihrer Prostatakrebs / Prostatakarzinom in der Praxis
- 1
Anamnese und Risikobewertung
Erfassung Ihrer Krankengeschichte und familiären Vorbelastungen für eine individuelle Risikobewertung.
- 2
PSA-Test und Labordiagnostik
Blutentnahme zur PSA-Bestimmung; erhöhte Werte werden im klinischen Gesamtkontext beurteilt.
- 3
Ultraschalluntersuchung (TRUS)
Transrektaler Ultraschall zur Beurteilung von Größe, Struktur und Auffälligkeiten der Prostata.
- 4
Überweisung zur Biopsie bei Verdacht
Gezielte Überweisung an spezialisierte Zentren für MRT-gestützte Biopsie bei auffälligen Befunden.
- 5
Nachsorge und Begleitung
Langfristige Begleitung mit PSA-Verlaufskontrollen und Koordination mit Onkologen und Kliniken.
Prostatakrebs – Zahlen und Fakten
Häufigster
Krebs bei Männern
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland.
>90 %
5-Jahres-Überleben bei Früherkennung
Bei Diagnose in einem frühen, lokal begrenzten Stadium liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate bei über 90 Prozent.
Ab 50
Alter mit steigendem Risiko
Die Erkrankungshäufigkeit steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 70 Jahren.
Jährlich
PSA-Kontrolle empfohlen
Fachgesellschaften empfehlen ab 45 Jahren eine jährliche PSA-Bestimmung zur Früherkennung, bei familiärem Risiko bereits ab 40.
Häufige Fragen zu Prostatakrebs / Prostatakarzinom in Wiesbaden
Im Frühstadium keine Beschwerden. Fortgeschritten können Probleme beim Wasserlassen, Blut im Urin oder Beckenschmerzen auftreten – deshalb ist regelmäßige Vorsorge entscheidend.
Nicht automatisch Krebs – auch gutartige Vergrößerungen oder Entzündungen erhöhen den PSA-Wert. Wichtig ist die Beurteilung im Verlauf und zusammen mit weiteren Befunden.
Bei auffällig erhöhtem oder ansteigendem PSA-Wert sowie verdächtigen Befunden im Ultraschall oder MRT. Wir überweisen Sie an spezialisierte Zentren für eine MRT-gestützte Biopsie.
Je nach Stadium: Active Surveillance, Operation, Strahlentherapie oder medikamentöse Behandlung. Wir beraten Sie individuell und koordinieren mit den behandelnden Spezialisten.
Engmaschige Überwachung bei wenig aggressivem Prostatakrebs statt sofortiger Therapie. Erst bei Veränderung wird eine aktive Behandlung eingeleitet.
Regelmäßige PSA-Kontrollen, klinische Untersuchungen und bei Bedarf Bildgebung. Wir begleiten Sie langfristig und koordinieren mit Ihren weiteren Ärzten.
Ja, gerade weil Prostatakrebs im Frühstadium keine Symptome verursacht, ist Vorsorge ohne Beschwerden besonders sinnvoll. Kein Überweisungsbedarf als Privatpatient oder Selbstzahler.
Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne persönlich.
Termin vereinbarenMedizinisch geprüft
Geprüft von Dr. med. Feroz Afghanyar, Facharzt für Urologie
Zuletzt geprüft:
Limitationen der Früherkennung und Risiken der Therapie
Auch die beste Diagnostik hat Grenzen, und jede Therapie kann Nebenwirkungen haben. Wir besprechen mit Ihnen offen Nutzen, Aussagekraft und mögliche Belastungen jedes Verfahrens.
- PSA-Wert mit LimitationenErhöhte Werte können auch bei gutartiger Prostatavergrößerung oder Entzündungen auftreten – nicht jeder erhöhte PSA bedeutet Krebs.
- Risiken der StanzbiopsieSelten: Blutung, Infektion (1–3 %), vorübergehender Harnverhalt – wir minimieren das durch Antibiotikaprophylaxe und MRT-Fusionstechnik.
- Überdiagnose und ÜbertherapieNicht jeder entdeckte Tumor muss sofort behandelt werden – aktive Überwachung ist bei niedrigem Risiko oft die beste Wahl.
- Nebenwirkungen der Operation (RPE)Inkontinenz und erektile Dysfunktion sind die häufigsten Folgen der radikalen Prostatektomie – moderne nervschonende Verfahren reduzieren das Risiko.
- Strahlentherapie und HormontherapieMüdigkeit, Reizung von Blase/Darm bzw. Hitzewallungen, Libidoverlust und Knochendichteverlust können auftreten.
Die Entscheidung für oder gegen eine Therapie ist individuell. Eine Zweitmeinung und interdisziplinäre Tumorkonferenz gehören für uns zum Standard.
Quellen und Leitlinien
- S3-Leitlinie Prostatakarzinom (Langversion) — Leitlinienprogramm Onkologie / DGU / DKG / Deutsche Krebshilfe
- Prostatakarzinom – Patientenleitlinie — Leitlinienprogramm Onkologie
- EAU Guidelines on Prostate Cancer — European Association of Urology
- Robert Koch-Institut – Krebs in Deutschland: Prostata — RKI / Zentrum für Krebsregisterdaten
Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die genannten Verfahren, Risiken und Befunde können im Einzelfall variieren. Eine individuelle Beratung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Urologie ist immer erforderlich.
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