Antworten auf Ihre Fragen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie schnelle Antworten auf die häufigsten Fragen.

 

Die Vasektomie – auch Sterilisation des Mannes genannt – ist ein kleiner chirurgischer Eingriff zur dauerhaften Empfängnisverhütung.
Dabei werden die beiden Samenleiter, die Spermien von den Hoden zur Harnröhre transportieren, durchtrennt und verschlossen.

So gelangen keine Spermien mehr in das Ejakulat.
Die Spermienproduktion läuft jedoch weiter – die Spermien werden vom Körper selbstständig abgebaut.
Die Vasektomie gilt als dauerhafte, sichere und unkomplizierte Verhütungsmethode für Männer.

Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung oder kurzer Narkose. Über einen kleinen Hautschnitt oder eine winzige Öffnung (No-Scalpel-Technik) wird der Samenleiter freigelegt, durchtrennt und an beiden Enden verschlossen.
Ein kurzes Stück wird entfernt, um eine erneute Verbindung auszuschließen.

Der gesamte Eingriff dauert meist nur 10–20 Minuten.
Nach einer kurzen Ruhezeit können Sie die Praxis wieder verlassen.

Die Erholungsphase ist kurz:

  • Leichte Tätigkeiten: nach 1–2 Tagen

  • Sport, Geschlechtsverkehr, körperliche Belastung: nach etwa 1 Woche

  • Stützende Unterwäsche hilft gegen Schwellungen

    Nach rund 7–10 Tagen sind die meisten Männer wieder beschwerdefrei.

Noch nicht.
Nach der Vasektomie können sich Rest-Spermien im Samenleiter befinden.
Diese werden in den nächsten Wochen abgebaut.
Erst wenn ein Spermiogramm nach etwa 12 Wochen keine Spermien mehr zeigt, gilt der Mann als unfruchtbar.
Bis dahin muss weiterhin verhütet werden.

Ja, theoretisch – aber mit Einschränkungen.
Eine sogenannte Refertilisierung kann die Samenleiter mikrochirurgisch wieder verbinden. Die Erfolgschancen sinken jedoch mit der Zeit, und die Kosten (mehrere tausend Euro) müssen privat getragen werden.
Die Vasektomie sollte daher als dauerhafte Entscheidung betrachtet werden.

Nein.
Die Hormonproduktion (Testosteron) bleibt unverändert, ebenso Libido, Potenz, Muskelaufbau und Bartwuchs.
Die Vasektomie wirkt nur auf die Samenleiter, nicht auf die Hormonbildung.

Die Vasektomie kostet in Deutschland etwa 600 Euro (je nach Methode und Narkose). Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, private Kassen eventuell auf Anfrage.
Eine Refertilisierung ist deutlich teurer.

Sobald keine Schmerzen oder Schwellungen mehr bestehen – meist nach 5–7 Tagen.

Wichtig: Bis zum Spermiogramm weiterhin verhüten!

Nein.
Große Langzeitstudien zeigen eindeutig: Eine Vasektomie erhöht das Risiko für Prostatakrebs oder andere Erkrankungen nicht.

Viele Männer empfinden die Vasektomie als Befreiung und Erleichterung, da die Verhütung dauerhaft gesichert ist.
Dennoch sollte man sich ausreichend Zeit für die Entscheidung nehmen – besonders, wenn ein Kinderwunsch irgendwann nicht völlig ausgeschlossen ist.

Die Vasektomie zählt zu den zuverlässigsten Verhütungsmethoden überhaupt. Nach dem Kontroll-Spermiogramm liegt die Sicherheit bei über 99,9 %.
Nur in extrem seltenen Fällen kommt es zu einer spontanen Wiederverbindung der Samenleiter.

Im Vergleich zu Pille oder Kondom ist die Vasektomie dauerhaft, hormonfrei und sicher.

Während des Eingriffs spüren die meisten Männer keine Schmerzen, sondern lediglich ein leichtes Ziehen oder Druckgefühl.
Nach der Operation kann es zu leichten Schwellungen oder Blutergüssen kommen – diese klingen meist nach wenigen Tagen ab.

Kühlen und eine stützende Unterhose fördern die Heilung.

Nein – Sexualität, Libido und Potenz bleiben vollständig erhalten.
Erektion, Orgasmus und Ejakulation funktionieren wie zuvor.
Einziger Unterschied: Das Ejakulat enthält keine Spermien mehr – das merkt man weder äußerlich noch vom Gefühl her.
Viele Männer berichten sogar von mehr Gelassenheit und Spontanität beim Sex.

Die Vasektomie ist sinnvoll für Männer,

    • die ihre Familienplanung abgeschlossen haben,

    • eine dauerhafte, hormonfreie Verhütungsmethode wünschen oder

    • deren Partnerin keine hormonelle Verhütung anwenden kann.

      Die Entscheidung sollte gut überlegt und nach ärztlicher Beratung getroffen werden.

Die Vasektomie ist ein sehr sicherer Eingriff. Seltene, meist harmlose Nebenwirkungen sind:

  • leichte Schwellungen oder Blutergüsse

  • Spannungsgefühl oder Ziehen

  • kleine Wundinfektionen (selten)

    Ernsthafte Komplikationen oder chronische Schmerzen sind äußerst selten.

Kaum.
Spermien machen nur 2–5 % der Samenflüssigkeit aus – daher bleiben Volumen, Farbe und Konsistenz des Ejakulats praktisch gleich.
Auch das Gefühl beim Samenerguss verändert sich nicht.

Ja.
Standard ist die lokale Betäubung, aber auf Wunsch kann der Eingriff auch
im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkosestattfinden – etwa bei Angstpatienten. Das bespricht Ihr Arzt individuell mit Ihnen.

Etwa 12 Wochen nach dem Eingriff erfolgt die Spermaprobe (Spermiogramm).
Nur wenn keine Spermien mehr nachweisbar sind, gilt die Vasektomie als erfolgreich. In manchen Fällen wird eine zweite Kontrolle empfohlen.

  • Hodensack am Vortag oder am Morgen rasieren

  • Leichte Mahlzeit vor der OP (bei lokaler Betäubung)

  • Bequeme, stützende Unterwäsche tragen

  • Begleitperson organisieren (bei Dämmerschlaf/Vollnarkose)

Eine individuelle Beratung beim Urologen oder in einer Vasektomie-Praxis ist der beste Weg, um alle Fragen zu klären.

Hier erfahren Sie alles über Ablauf, Risiken und Alternativen – abgestimmt auf Ihre persönliche Situation.

Die Beschneidung, auch Zirkumzision genannt, ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, bei dem die Vorhaut des männlichen Gliedes teilweise oder vollständig entfernt wird. Sie kann
aus medizinischen, religiösen oder kulturellenGründen erfolgen und wird in der Regel sicher und routinemäßig durchgeführt.

Eine Beschneidung ist in jedem Alter möglich:

    • Bei Neugeborenen und Kindern: Der Eingriff ist kurz, und die Heilung verläuft meist schnell.

    • Bei Erwachsenen: Auch hier ist die Operation möglich, die Heilung dauert jedoch etwas länger.

1. Vorbereitung: Untersuchung und ggf. Betäubung oder Narkose.

2. Operation: Entfernung der Vorhaut mit chirurgischen Instrumenten oder Laser.

3. Nachsorge: Die Wunde wird mit selbstauflösenden Fäden verschlossen. Die Heilung erfolgt meist problemlos.

  • Kinder: etwa 7–10 Tage

  • Erwachsene: etwa 2–4 Wochen

    Während dieser Zeit sollten körperliche Belastung, Reibung und Geschlechtsverkehr vermieden werden.

In den meisten Fällen bleibt die Sexualfunktion unverändert.
Manche Männer berichten über eine leichte Veränderung der Empfindlichkeit, andere spüren keinen Unterschied.
Viele erleben sogar eine Verbesserung, wenn der Eingriff aus medizinischen Gründen erfolgte.

Ja, Studien zeigen, dass eine Beschneidung das Risiko bestimmter Infektionen, z. B. HIV oder Harnwegsinfektionen, verringern kann.
Trotzdem bleibt Safer Sex (z. B. Kondome) weiterhin wichtig.

  • Sport: mindestens 2–3 Wochen vermeiden

  • Geschlechtsverkehr: erst nach etwa 4–6 Wochen wieder erlaubt

Langfristig treten selten Komplikationen auf.
In Einzelfällen können Narben, Hautveränderungen

Es gibt verschiedene Gründe:

  • Medizinisch: z. B. bei einer Vorhautverengung (Phimose), wiederkehrenden Entzündungen oder chronischen Harnwegsinfekten.

  • Religiös: Im Islam und Judentum ist die Beschneidung eine wichtige Tradition.

  • Kulturell: In einigen Kulturen gehört sie zu traditionellen Übergangsriten.

  • Hygienisch: Ohne Vorhaut lässt sich der Intimbereich leichter sauber halten.

Nein. Medizinisch notwendig ist sie vor allem bei:

    • Phimose (Verengung der Vorhaut)

    • wiederkehrenden Entzündungen (Balanitis)

    • häufigen Harnwegsinfektionen

    • in seltenen Fällen zur Vorbeugung bestimmter Erkrankungen

Beschneidungen gelten als sicher, mögliche Komplikationen sind jedoch:

  • leichte Nachblutungen oder Infektionen

  • selten Narbenbildung

  • vorübergehende Schmerzen oder Schwellungen

  • in Einzelfällen veränderte Empfindlichkeit der Eichel

  • Wunde täglich mit warmem Wasser und milder Seife reinigen

  • Enge Kleidung vermeiden

  • Schmerzmittel oder Salben nur nach ärztlicher Empfehlung

  • Nachkontrollen beim Arzt wahrnehmen

• Ja, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt (z. B. Phimose oder wiederkehrende Entzündungen).

• Nein, bei religiösen oder kulturellen Gründen muss der Eingriff privat bezahlt werden.

Nein. Die Fruchtbarkeit wird durch die Entfernung der Vorhaut nicht beeinflusst.

  • Klassische Methode: Entfernung mit Skalpell, Wundverschluss mit Nähten

  • Laserzirkumzision: präzise, blutungsarme Technik

  • Clamp-Verfahren: häufig bei Säuglingen, schneller Heilungsverlauf

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Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Unfällen alarmieren Sie bitte sofort den Notarzt:

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Dr. Elke Sommer

Fachärztin für Innere Medizin

Parkst. 12

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