Stoßwellentherapie (ESWT) bei Erektionsstörungen in Wiesbaden
Statt Symptome nur kurzfristig zu überdecken, setzt die niederenergetische Stoßwellentherapie (Li-ESWT) an einer möglichen Ursache an: Sie regt die Durchblutung im Schwellkörper an. Schmerzfrei, ambulant und ohne Medikamente – in diskreter Atmosphäre direkt am Kurhaus.
- Regenerativer Ansatz – zielt auf die Ursache, nicht nur auf das Symptom
- Schmerzfrei und ambulant, ohne Narkose und ohne Medikamente
- Wissenschaftlich untersucht – in der EAU-Leitlinie als Option genannt
- Ehrliche Indikationsstellung und realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten

Privatpraxis
Dr. med. Feroz Afghanyar
Bewertung
4.9/5 · 127
Stoßwellentherapie (ESWT) in der Urologie am Kurhaus Wiesbaden
Regeneratives Wirkprinzip
Regt die Neubildung feinster Blutgefäße im Schwellkörper an (Neoangiogenese).
Schmerzfrei und ambulant
Keine Narkose, kein Ausfall – direkt nach der Sitzung zurück in den Alltag.
Sorgfältige Diagnostik
Doppler-Ultraschall der Penisgefäße klärt, ob eine gefäßbedingte Ursache vorliegt.
Ehrliche Beratung
Wir prüfen offen, ob die ESWT für Ihre Situation überhaupt sinnvoll ist.
Was ist die Stoßwellentherapie (ESWT)?
Die niederenergetische extrakorporale Stoßwellentherapie (Li-ESWT) ist ein nicht-invasives Verfahren bei erektiler Dysfunktion. Über akustische Impulse, die von außen auf den Schwellkörper gerichtet werden, regt sie körpereigene Reparaturvorgänge an – vor allem die Neubildung feinster Blutgefäße. Eine gute Durchblutung ist die Grundvoraussetzung für eine stabile Erektion. Anders als Tabletten, die nur kurzfristig wirken, setzt die ESWT an einer möglichen Ursache an. Besonders bei gefäßbedingter erektiler Dysfunktion kann sie eine Option sein – ob sie im Einzelfall geeignet ist, klären wir vorab in einer sorgfältigen Diagnostik.
- Regt die Neubildung feinster Blutgefäße an (Neoangiogenese)
- Aktiviert körpereigene Wachstumsfaktoren im Gewebe
- Ohne Medikamente und ohne systemische Nebenwirkungen
- Vor allem bei gefäßbedingter erektiler Dysfunktion ein Thema
- Schmerzfrei und ambulant durchführbar
- Mit anderen Therapien kombinierbar
Wie wirkt die Stoßwellentherapie?
Die niederenergetischen Impulse dringen in das Gewebe ein und stoßen dort biologische Reparaturprozesse an. Im Schwellkörper werden Wachstumsfaktoren freigesetzt und die Bildung neuer, feinster Blutgefäße angeregt. Das Ziel ist eine bessere Durchblutung – und damit eine stabilere Erektion. Anders als bei Tabletten soll der Effekt nicht akut, sondern über die Zeit entstehen.
- Mechanische Impulse aktivieren körpereigene Reparaturmechanismen
- Freisetzung von Wachstumsfaktoren im Gewebe
- Anregung der Neubildung feinster Blutgefäße (Neoangiogenese)
- Verbesserte Durchblutung des Schwellkörpers
- Angestrebt wird ein nachhaltiger statt nur akuter Effekt
Für wen kommt die ESWT in Frage?
Den größten Nutzen zeigt die Stoßwellentherapie bei Männern mit leichter bis mittelschwerer, gefäßbedingter erektiler Dysfunktion – etwa im Zusammenhang mit Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht. Auch wenn Tabletten unzureichend wirken oder nicht vertragen werden, kann die ESWT eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung sein. Bei rein psychisch bedingten Erektionsstörungen ist der Effekt dagegen begrenzt. Deshalb steht am Anfang immer eine sorgfältige Abklärung.
- Leichte bis mittelschwere gefäßbedingte erektile Dysfunktion
- Bei Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht
- Wenn PDE-5-Hemmer unzureichend wirken oder nicht vertragen werden
- Als Baustein der Rehabilitation nach Prostata-Operationen
- Bei Wunsch nach einem regenerativen, medikamentenfreien Ansatz
ESWT und Tabletten – wo liegt der Unterschied?
PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil wirken zuverlässig, aber nur akut – die zugrunde liegende Ursache bleibt unverändert. Die Stoßwellentherapie verfolgt einen anderen Weg: Sie soll das Gewebe regenerieren. Beide Ansätze schließen sich nicht aus, sondern lassen sich oft sinnvoll kombinieren. Welcher Weg für Sie passt, hängt von Ursache, Begleiterkrankungen und Ihren Wünschen ab.
- Tabletten wirken akut, die ESWT zielt auf die Geweberegeneration
- Keine systemischen Nebenwirkungen und keine Wechselwirkungen
- Keine Einnahmevorbereitung vor dem Geschlechtsverkehr nötig
- Kombination mit PDE-5-Hemmern häufig sinnvoll
Was Sie selbst beitragen können
Die ESWT ist kein Wundermittel – sie wirkt am besten, wenn Sie Ihre Gefäßgesundheit aktiv unterstützen. Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion und der Verzicht aufs Rauchen verbessern die Durchblutung und damit die Voraussetzungen für eine stabile Erektion.
- Regelmäßige Bewegung aus Ausdauer und Krafttraining
- Ausgewogene, mediterran orientierte Ernährung
- Gewichtsreduktion bei Übergewicht
- Rauchstopp – verbessert die Gefäßfunktion deutlich
- Stress reduzieren und auf ausreichend Schlaf achten
Kosten der Stoßwellentherapie
Die ESWT bei erektiler Dysfunktion ist eine Selbstzahlerleistung (IGeL) und wird von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Bei privat Versicherten hängt eine Erstattung vom jeweiligen Tarif ab.
Wir informieren Sie vor Behandlungsbeginn transparent über Umfang und Kosten. Selbstzahler sind herzlich willkommen.
Ablauf Ihrer Stoßwellentherapie (ESWT) in der Praxis
- 1
Diagnostik und Beratung
Zunächst klären wir Ursache und Ausprägung Ihrer Erektionsstörung: vertrauliches Gespräch, urologische Untersuchung und bei Bedarf Laborwerte wie Hormone, Blutzucker und Blutfette.
- 2
Doppler-Ultraschall der Penisgefäße
Mit hochauflösendem Doppler-Ultraschall beurteilen wir die Durchblutung. Das zeigt, ob eine gefäßbedingte Komponente vorliegt – die Hauptindikation für die ESWT. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
- 3
ESWT-Sitzungen
Die Stoßwellen werden über ein Gel-Kopfstück schmerzfrei auf Penisschaft und Schwellkörper appliziert. Eine Sitzung dauert etwa 15 bis 20 Minuten, üblich sind rund 6 bis 8 Sitzungen über mehrere Wochen. Danach können Sie sofort Ihren Alltag fortsetzen.
- 4
Verlaufskontrolle
Die volle Wirkung entwickelt sich oft erst einige Wochen nach der letzten Sitzung, da die Gefäßneubildung Zeit braucht. Wir besprechen das Ergebnis ehrlich und planen bei Bedarf weitere Schritte oder eine Kombination mit anderen Therapien.
Stoßwellentherapie – Studienlage und Fakten
+ ca. 5 IIEF-Punkte
Erektionsfunktion in Meta-Analyse
Eine Meta-Analyse aus 2019 mit 14 randomisierten Studien zeigte eine durchschnittliche Verbesserung des IIEF-Scores gegenüber einer Schein-Behandlung.
6–12
Sitzungen in Studienprotokollen
Typische Behandlungsprotokolle umfassen 6 bis 12 Sitzungen; in der Praxis sind meist rund 6 bis 8 Sitzungen üblich.
Günstiges Profil
Sicherheit in Studien
In randomisierten kontrollierten Studien zur Li-ESWT wurden keine schweren Nebenwirkungen berichtet.
Vaskulär
Beste Eignung
Den größten Nutzen zeigt die ESWT bei gefäßbedingter erektiler Dysfunktion – nicht bei rein psychischer Ursache.
PDE-5-Hemmer und ESWT im Vergleich
Tabletten und Stoßwellentherapie verfolgen unterschiedliche Strategien. Beide haben ihren Platz – sie wirken aber auf grundlegend verschiedene Weise.
| Kriterium | PDE-5-Hemmer (Tabletten) Symptomatisch | Stoßwellentherapie (ESWT) Regenerativ |
|---|---|---|
| Wirkprinzip | Akut, symptomatisch | Regenerativ, ursachenorientiert |
| Wirkeintritt | Innerhalb von Stunden | Über Wochen |
| Einnahme vor dem Verkehr nötig | ||
| Systemische Nebenwirkungen | Möglich | Praktisch keine |
| Wechselwirkungen mit Medikamenten | Möglich | Keine |
| Auch bei unzureichender Tablettenwirkung | ||
| Kombinierbar mit anderen Therapien | Begrenzt | Gut |
Mythen und Fakten
Wir klären häufige Irrtümer auf — klicken Sie auf eine Karte, um die medizinische Wahrheit zu erfahren.
Häufige Fragen zu Stoßwellentherapie (ESWT) in Wiesbaden
Nein. Die niederenergetische Stoßwellentherapie ist schmerzfrei und benötigt keine Betäubung. Manche Patienten spüren ein leichtes Prickeln oder Vibrieren. Sie können während und nach der Sitzung normal Ihren Alltag fortsetzen.
Das ist individuell verschieden. Die volle Wirkung entwickelt sich häufig erst einige Wochen nach der letzten Sitzung, da die Neubildung der Blutgefäße Zeit benötigt. Geduld ist hier wichtig – eine garantierte Wirkung gibt es nicht.
Üblich sind rund 6 bis 8 Sitzungen über mehrere Wochen, jede dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Den genauen Umfang legen wir nach der Diagnostik individuell fest. Bei Bedarf kann die Behandlung später aufgefrischt werden.
Die ESWT gilt als nebenwirkungsarm. Gelegentlich kommt es zu einer leichten Rötung, einem vorübergehenden Kribbeln oder geringer Empfindlichkeit im Behandlungsbereich. Systemische Nebenwirkungen wie bei Medikamenten treten nicht auf.
Besonders für Männer mit leichter bis mittelschwerer, gefäßbedingter erektiler Dysfunktion – etwa bei Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht. Auch wer PDE-5-Hemmer nicht verträgt oder nicht einnehmen möchte, kann profitieren. Ob die Therapie sinnvoll ist, prüfen wir individuell.
Ja. PDE-5-Hemmer wirken akut, die ESWT zielt auf die Geweberegeneration – beide Ansätze lassen sich oft gut kombinieren. Manche Patienten benötigen nach einer Behandlungsserie weniger Tabletten.
Die ESWT bei erektiler Dysfunktion ist eine Selbstzahlerleistung und wird von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Bei privat Versicherten hängt die Erstattung vom Tarif ab. Wir informieren Sie vorab transparent über die Kosten.
Die ESWT wirkt nicht bei jedem gleich gut. Falls der Effekt nicht ausreicht, gibt es weitere Optionen wie PDE-5-Hemmer, Vakuumpumpe oder SKAT. Wir besprechen offen, welche nächsten Schritte für Sie sinnvoll sind.
Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne persönlich.
Termin vereinbarenMedizinisch geprüft
Geprüft von Dr. med. Feroz Afghanyar, Facharzt für Urologie
Zuletzt geprüft:
Nebenwirkungen und Grenzen der ESWT
Die niederenergetische Stoßwellentherapie gilt als nebenwirkungsarm. Zu einer seriösen Beratung gehört dennoch die ehrliche Aufklärung über mögliche Begleiterscheinungen und über die Grenzen des Verfahrens.
- Lokale ReaktionenSelten leichte Rötung, vorübergehendes Kribbeln oder geringe Empfindlichkeit im Behandlungsbereich.
- Keine garantierte WirkungDie ESWT wirkt nicht bei jedem Mann gleich gut. Bei rein psychisch oder ausgeprägt hormonell bedingter ED ist der Effekt begrenzt.
- Keine systemischen NebenwirkungenAnders als Medikamente belastet die ESWT weder Kreislauf noch Leber oder Niere und hat keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.
- Sorgfältige Indikationsstellung nötigErst nach der Diagnostik, insbesondere dem Doppler-Ultraschall, lässt sich abschätzen, ob die Therapie sinnvoll ist.
Die ESWT bei erektiler Dysfunktion ist ein individuelles regeneratives Verfahren. Die Studienlage ist gut, aber nicht jede Fragestellung ist abschließend geklärt – wir beraten Sie offen über realistische Erwartungen.
Quellen und Leitlinien
- EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health — European Association of Urology
- Low-intensity shockwave therapy for erectile dysfunction – Meta-Analyse (Sokolakis und Hatzichristodoulou) — International Journal of Impotence Research, 2019
- S2k-Leitlinie Erektile Dysfunktion — AWMF / Deutsche Gesellschaft für Urologie
Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die genannten Verfahren, Risiken und Befunde können im Einzelfall variieren. Eine individuelle Beratung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Urologie ist immer erforderlich.
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