Nierensteine in Wiesbaden – Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung
Nierenkoliken zählen zu den stärksten Schmerzen überhaupt. Wir bieten schnelle Ultraschall-Diagnostik, gezielte Schmerztherapie und individuelle Strategien zur Vorbeugung weiterer Steinbildung.
- Sofortige Sonographie und Urinanalyse
- Stationäre OP-Anbindung an Partnerkliniken bei Bedarf
- Individuelle Stoffwechsel-Analyse zur Rezidiv-Prophylaxe

Privatpraxis
Dr. med. Feroz Afghanyar
Bewertung
4.9/5 · 127
Nierensteine in der Urologie am Kurhaus Wiesbaden
Akute Hilfe
Schnelle Diagnose bei Verdacht auf Nierenkolik.
Bildgebung
Ultraschall der Nieren und ableitenden Harnwege.
Vorsorge
Stoffwechsel-Analyse zur Rezidivprophylaxe.
Schmerzmanagement
Sofortige Linderung akuter Beschwerden.
Was sind Nierensteine?
Nierensteine (Urolithiasis) sind kristalline Ablagerungen in den Harnwegen — am häufigsten Calciumoxalat-Steine. Sie entstehen, wenn die Konzentration steinbildender Substanzen im Urin zu hoch ist. Kleine Steine bleiben oft unbemerkt; größere können die Harnwege blockieren und ausgeprägte Koliken auslösen.
- Calciumoxalat-Steine (häufigste Form)
- Harnsäure-Steine (oft bei Stoffwechsel-Erkrankungen)
- Struvit-Steine (durch chronische Harnwegsinfekte)
- Cystin-Steine (selten, genetisch bedingt)
Symptome erkennen
Plötzlich einsetzende, kolikartige Schmerzen in Flanke oder Unterbauch sind das Leitsymptom. Begleitend treten oft Übelkeit, Unruhe und Blut im Urin auf. Bei Fieber liegt ein Notfall vor — sofort handeln.
- Krampfartiger Schmerz, oft wellenförmig
- Ausstrahlung in Leiste oder Genitalbereich
- Sichtbar oder mikroskopisch Blut im Urin
- Starker Harndrang trotz geringer Urinmenge
Diagnostik in der Praxis
Innerhalb der ersten Termine führen wir alle wichtigen Schritte direkt in der Praxis durch: Anamnese, körperliche Untersuchung, Urinanalyse und hochauflösenden Ultraschall der Nieren und Blase. Bei Bedarf verordnen wir eine ergänzende Computertomographie über Partnerkliniken.
- Sonographie (Ultraschall) — kein Röntgen nötig
- Urin-Schnelltest und ggf. Urinkultur
- Blutuntersuchung (Nierenwerte, Calcium, Harnsäure)
- CT-Anbindung an Partnerkliniken bei Bedarf
Behandlung
Kleine Steine (unter 5 mm) gehen meist von selbst ab — wir unterstützen mit ausreichender Trinkmenge, Bewegung und Schmerz-Therapie. Größere Steine, Harnstauung oder Infekte erfordern eine endoskopische Entfernung oder Stoßwellen-Lithotripsie (ESWL) in Kooperation mit unseren Partnerkliniken.
- Konservative Steinaustreibungs-Therapie
- Ureteroskopie (URS) mit Lasersteinzertrümmerung
- ESWL (Stoßwelle) bei größeren Nierensteinen
- Ggf. perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL)
Rezidiv-Prophylaxe
Wer einmal einen Nierenstein hatte, hat ein erhöhtes Risiko für weitere. Wir analysieren Ihren persönlichen Stoffwechsel und geben individuelle Empfehlungen zu Trinkmenge, Ernährung und ggf. medikamentöser Vorbeugung.
- Stein-Analyse (Spektroskopie der ausgeschiedenen Steine)
- 24-Stunden-Sammelurin
- Ernährungs-Beratung (oxalat-, purin-, calciumarm je nach Steintyp)
- Ziel-Trinkmenge: 2,5–3 Liter pro Tag
Häufige Fragen zu Nierensteine in Wiesbaden
Bei zusätzlichem Fieber, Schüttelfrost, anhaltendem Erbrechen oder vollständigem Harnverhalt ist eine sofortige Vorstellung im Krankenhaus oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) nötig — Gefahr einer Urosepsis.
Steine unter 5 mm gehen in 80 Prozent der Fälle spontan ab, oft innerhalb von vier Wochen. Wichtig sind dabei viel Bewegung, ausreichend Trinken (mind. 2,5 l/Tag) und gezielte Schmerz-Therapie.
In der Akutsituation reicht meist Ultraschall plus Urin- und Blutwerte. Zur Rezidiv-Prophylaxe ergänzen wir eine 24-Stunden-Sammelurin-Analyse und — falls verfügbar — eine Spektroskopie des ausgeschiedenen Steins.
Wichtigster Hebel ist die Trinkmenge: 2,5–3 Liter Wasser, Mineralwasser oder ungesüßten Tee pro Tag. Die Diät richtet sich nach dem Steintyp — wir beraten Sie individuell, sobald die Steinanalyse vorliegt.
Bei Privatversicherten und Beihilfe-Berechtigten werden Diagnostik und Behandlung in der Regel übernommen. Gesetzlich Versicherte können unsere Leistungen als Selbstzahler in Anspruch nehmen — wir beraten Sie vorab transparent zu den Kosten.
Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne persönlich.
Termin vereinbarenMedizinisch geprüft
Geprüft von Dr. med. Feroz Afghanyar, Facharzt für Urologie
Zuletzt geprüft:
Risiken und Komplikationen
Eine unbehandelte Nierenkolik kann zu ernsthaften Komplikationen führen. Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Risiken jedoch gering.
- Harnstauung mit NierenfunktionsverlustBei vollständiger Verlegung des Harnleiters droht Drucknekrose der Niere — innerhalb weniger Tage Notfall.
- Infektion (Urosepsis)Bakterielle Infektion oberhalb des Steins kann zu lebensbedrohlicher Sepsis führen.
- Wiederholtes AuftretenOhne Stoffwechsel-Analyse und Anpassung der Lebensgewohnheiten liegt das Rezidiv-Risiko bei rund 50 Prozent in 10 Jahren.
Bei akuter Nierenkolik mit Fieber: sofortige stationäre Aufnahme.
Quellen und Leitlinien
- Leitlinie Urolithiasis — AWMF / DGU
- Patienteninfo Harnsteine — Berufsverband der Deutschen Urologen
- EAU Guideline Urolithiasis — European Association of Urology
Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die genannten Verfahren, Risiken und Befunde können im Einzelfall variieren. Eine individuelle Beratung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Urologie ist immer erforderlich.
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